Die Eisenzeitliche Moorleiche des Mädchens aus dem Uchter Moor

Im Jahr 2000 legten Maschinen beim Torfabbau in der Nähe von Uchte in Niedersachsen die fragmentierten Überreste einer eisenzeitlichen Moorleiche frei. Die als Mädchen aus dem Uchter Moor oder Moora bekannte Tote wurde durch Radiokarbondatierungen an der Universität Kiel auf den Zeitraum zwischen 764 und 515 v. Chr. datiert. Nach der Einstellung einer ersten kriminalpolizeilichen Untersuchung im Jahr 2000 wurden die Nachforschungen 2005 wieder aufgenommen, nachdem weitere Knochen, darunter eine Hand, entdeckt worden waren. Bis auf ein Schulterblatt wurde fast das gesamte Skelett geborgen.
Für die Erforschung alter Bestattungssitten und den Glauben der Eisenzeit liefert der Fund wichtige Anhaltspunkte. Forscher berichten, dass keinerlei Kleidung, Artefakte oder Gegenstände bei den Überresten gefunden wurden. Da die forensische Analyse keine sichtbaren Spuren von Verletzungen feststellte, vermuten einige Forscher einen Unfalltod.