Meldung · Wissenschaft

Neue klinische Studie untersucht NREM-Parasomnie und Somnambulismus bei Erwachsenen

· Quelle prolekare.cz

Neue klinische Studie untersucht NREM-Parasomnie und Somnambulismus bei Erwachsenen

Forscher berichten in einer Studie aus dem Jahr 2025, die in der Zeitschrift Česká a slovenská neurologie a neurochirurgie veröffentlicht wurde, über das klinische und polysomnografische Profil erwachsener Patienten mit NREM-Parasomnie. Die retrospektive Untersuchung umfasste 53 Patienten, darunter 31 Männer, mit einem durchschnittlichen Alter von 31,5 Jahren sowie eine Kontrollgruppe aus 42 gesunden Personen. Laut den Forschern war Somnambulismus die häufigste Parasomnieform, die von 88,6 Prozent der Patienten angegeben wurde, wobei 86,7 Prozent von einem Beginn in der Kindheit berichteten. Stress wurde bei 26,4 Prozent als wichtigster Auslöser identifiziert, gefolgt von fremder Umgebung mit 9,4 Prozent und Alkohol mit 3,7 Prozent. Allergische Erkrankungen stellten mit 45,2 Prozent die häufigste Begleiterkrankung dar.

Bei der Polysomnografie wurde bei 50,9 Prozent der Patienten eine NREM-Parasomnie-Episode beobachtet. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten Patienten eine kürzere Einschlaflatenz, eine bessere Schlafeffizienz, einen geringeren Wachanteil und einen höheren NREM-2-Schlafanteil. Ein familiäres Vorkommen war mit einem geringeren NREM-3-Schlafanteil verbunden. Für die Erforschung von Folklore und Esoterik, in denen Schlafwandeln historisch oft mystisch gedeutet wurde, bieten diese medizinischen Daten sachliche Anhaltspunkte zu nächtlichen Verhaltensstörungen.

Häufige Fragen

Was war die am häufigsten berichtete Parasomnieform in der Studie?
Somnambulismus war mit 88,6 Prozent die am häufigsten berichtete Form. Zudem gaben 86,7 Prozent der Patienten an, dass die Symptome bereits in der Kindheit begannen.
Welche Auslöser wurden für Parasomnie-Episoden identifiziert?
Die Forscher identifizierten Stress mit 26,4 Prozent als wichtigsten Auslöser. Weitere genannte Auslöser waren eine fremde Umgebung mit 9,4 Prozent und Alkohol mit 3,7 Prozent.