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Staufen im Breisgau: Wo Faust starb

Die deutsche Stadt, in der der historische Johann Georg Faust um 1540 angeblich bei einer alchemistischen Explosion starb. Das Zimmer, in dem es geschah, blieb jahrhundertelang erhalten. Die Stadt erinnert noch heute an ihn.

Staufen im Breisgau: Wo Faust starb
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Staufen im Breisgau ist eine kleine Stadt im Schwarzwald im Südwesten Deutschlands. Sie hat eine Burgruine, eine lange Weinbautradition und eine hartnäckige Behauptung: dass der historische Doktor Faust hier starb.

Der historische Faust

Johann Georg Faust war eine reale Person, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch den deutschsprachigen Raum reiste. Er gab sich als Astrologe, Alchemist und Magier aus. Zeitgenössische Quellen beschreiben ihn als Scharlatan und Aufschneider, aber auch als jemanden, der zahlende Kundschaft anzog, darunter mindestens einen Bischof. Aus mehreren Städten wurde er ausgewiesen.

Der Tod

Um 1540 starb Faust im Gasthaus zum Löwen in Staufen. Die Umstände waren gewaltsam. Einer Überlieferung zufolge explodierte ein alchemistisches Experiment, tötete ihn und schwärzte das Zimmer. Einer anderen nach kam der Teufel, um den Pakt einzulösen. Das Zimmer blieb jahrhundertelang erhalten. Das Gasthaus steht noch immer, auch wenn es 2007 strukturelle Risse entwickelte, als ein Geothermie-Bohrprojekt versehentlich den Untergrund unter der Stadt destabilisierte.

Nachwirkung

Christopher Marlowe schrieb um 1592 The Tragical History of Doctor Faustus, basierend auf dem deutschen Faustbuch, das fünf Jahre zuvor erschienen war. Goethes Faust, veröffentlicht in zwei Teilen zwischen 1808 und 1832, machte die Geschichte zu einem der prägenden Texte der europäischen Literatur. Die Stadt Staufen erinnert an diese Verbindung mit einer Gedenktafel am Gasthaus und einem Wandbild an der Rathausmauer.

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