Bestiarium · Älteste religiöse Texte / Königsgrab
Die Pyramide des Unas
Die Pyramide von Sakkara enthält die ältesten religiösen Texte der Menschheitsgeschichte. Die um 2350 v. Chr. eingravierten Pyramidentexte umfassen auch den Kannibalenhymnus, in dem der Pharao die Götter verschlingt, um ihre Macht in sich aufzunehmen.
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Die Pyramide des Unas steht am südlichen Ende der Nekropole von Sakkara, etwa dreißig Kilometer südlich von Kairo. Von außen gehört sie zu den unscheinbarsten Pyramiden Ägyptens, stark verwittert und auf einen niedrigen Hügel reduziert. Im Inneren jedoch birgt sie die ältesten religiösen Texte der Welt.
Die Pyramidentexte
Unas war der letzte Pharao der Fünften Dynastie und regierte ungefähr von 2353 bis 2323 v. Chr. Als seine Grabkammer 1881 vom französischen Archäologen Gaston Maspero geöffnet wurde, waren die Wände vom Boden bis zur Decke mit hieroglyphischen Inschriften bedeckt, die in blaugrünem Pigment auf weißen Kalkstein gemalt waren. Dabei handelt es sich um die Pyramidentexte, eine Sammlung von Sprüchen, Hymnen und Anweisungen, die den toten Pharao durch das Jenseits geleiten sollten.
Der Kannibalenhymnus
Ein Abschnitt dieser Texte, bekannt als der Kannibalenhymnus, beschreibt, wie der Pharao die Götter jagt und verspeist, um ihre Macht in sich aufzunehmen. Er watet durch ihr Blut, kocht ihre Organe in Kesseln und verschlingt ihre Magie im Ganzen. Die größten Götter sind sein Abendmahl, die mittleren sein Mittagessen und die kleinsten sein Frühstück. Das ist in keinem modernen Sinn eine Metapher. Der Text schildert einen König, der unsterblich wird, indem er die Göttlichkeit selbst verzehrt.
Bedeutung
Die Pyramidentexte erscheinen nur in den Pyramiden des Unas und einer Handvoll späterer Pharaonen. Sie sind Jahrhunderte älter als die Sargtexte und das Totenbuch. Sie stellen den ältesten Versuch dar, schriftlich festzuhalten, was mit einem Menschen nach dem Tod geschieht.
