Bestiary · Flussmonster / Möglicherweise überlebender Dinosaurier
Mokele-mbembe
Mokele-mbembe: das Wesen des Kongobeckens, das einem Sauropoden-Dinosaurier ähneln soll. Seit Jahrhunderten von Pygmäengemeinschaften berichtet. Mehrere Expeditionen fanden nichts. Der Sumpf bleibt.
Primary Sources
- Abbé Liévin-Bonaventure Proyart, Histoire de Loango (1776): früheste europäische Erwähnung
- Roy Mackal, A Living Dinosaur? (1987)
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Der Abbé Proyart berichtete 1776 in seiner Histoire de Loango, er habe im Schlamm nahe eines Flusses im Gebiet der heutigen Republik Kongo große, krallenbewehrte Fußspuren gefunden. Die Abdrücke hatten einen Umfang von ungefähr einem Meter. Einheimische erzählten ihm, sie stammten von einem Wesen, das im Wasser lebe und nachts an Land komme.
Die Beschreibung
Aka- und Bantugemeinschaften in der Sumpfregion Likouala beschreiben ein Tier von der Größe eines kleinen Elefanten. Es hat einen langen Hals, einen kleinen Kopf, einen massigen Körper und einen langen, muskulösen Schwanz. Es lebt in Flüssen und tiefen Sümpfen. Es ist pflanzenfressend, aber aggressiv, und soll Kanus zum Kentern bringen, die ihm zu nahe kommen. Wenn man lokalen Informanten Bilder verschiedener Tiere zeigt, wählen sie auffallend oft das Wesen aus, das ihren Beschreibungen am ehesten entspricht: einen Sauropoden-Dinosaurier.
Die Expeditionen
Mehrere westliche Expeditionen haben die Region Likouala durchsucht. Roy Mackal, Biologe an der University of Chicago, leitete in den 1980er Jahren zwei Expeditionen und veröffentlichte 1987 A Living Dinosaur? Danach folgten japanische, britische und amerikanische Teams. Keine von ihnen brachte ein Foto, einen Kadaver oder physische Beweise hervor, abgesehen von mehrdeutigen Fußspuren und Sonarmessungen. Der Likouala-Sumpf umfasst ungefähr 55.000 Quadratkilometer dichten, straßenlosen, überfluteten Walds. Er gehört zu den am wenigsten erforschten Regionen der Erde.
Die skeptische Sicht
Die meisten Biologen betrachten die Berichte als Beschreibungen bekannter Tiere, die unter ungewöhnlichen Bedingungen gesehen wurden: Waldelefanten, die schwimmen und dabei nur Rüssel und Rücken zeigen, Weichschildkröten oder Warane. Der lange Hals könnte ein Rüssel sein. Das aggressive Verhalten im Fluss könnte auf ein Nilpferd hindeuten. Die Identifikation als Sauropode stammt von westlichen Deutern, die Bilder vorlegten — eine Methode, die Kritiker für suggestiv halten. Der Sumpf ist real, die Berichte sind konsistent, und die Beweislage bleibt bei null.
Quellen
Bibliographie. Dieselbe Liste findet sich auch im Frontmatter des Artikels für Zitationswerkzeuge, die diese Daten maschinell auslesen.
- Abbé Liévin-Bonaventure Proyart, Histoire de Loango (1776): früheste europäische Erwähnung
- Roy Mackal, A Living Dinosaur? (1987)