Bestiarium · Verfluchter Wald / Anomaliezone

Der Hoia-Baciu-Wald

Ein rumänischer Wald bei Cluj-Napoca, in dem ein Hirte mit 200 Schafen verschwand, Bäume wie Korkenzieher wachsen, eine zentrale Lichtung keine Vegetation trägt und ein Physiker magnetische Anomalien ohne Erklärung feststellte.

Der Hoia-Baciu-Wald
Typ Verfluchter Wald / Anomaliezone
Herkunft Rumänien
Zeitraum 1960er bis heute (dokumentiert), ältere Folklore
Night Terror
Shapeshifter
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Hoia Baciu ist ein Wald am westlichen Stadtrand von Cluj-Napoca in der rumänischen Region Transsilvanien. Er umfasst ungefähr 250 Hektar hügeliges Gelände. Seit den 1960er Jahren hat er sich einen Ruf als Ort rätselhafter Phänomene erworben, die bis heute kein Forscher weder bestätigen noch widerlegen konnte.

Die Berichte

Ein Hirte soll im Wald zusammen mit einer Herde von 200 Schafen verschwunden sein. Ein fünfjähriges Mädchen verschwand und tauchte fünf Jahre später in derselben Kleidung wieder auf, ohne jede Erinnerung an die dazwischenliegende Zeit. In manchen Bereichen wachsen die Bäume in engen Spiralen, biegen sich dicht über dem Boden stark zur Seite und richten sich erst danach wieder auf. Eine annähernd kreisförmige Lichtung im Zentrum des Waldes bleibt vegetationslos, obwohl Bodenanalysen eine normale Zusammensetzung zeigen.

Die Untersuchung

In den 1960er Jahren begann ein Biologe namens Alexandru Sift, den Wald zu fotografieren, und behauptete, dabei ungewöhnliche Formen auf Film festgehalten zu haben. Adrian Pătruț, Professor für Chemie an der Babeș-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca, führte im Wald Messungen durch und berichtete von magnetischen Anomalien, die sich mit üblichen geologischen Erklärungen nicht deuten ließen. Unabhängige Teams konnten diese Ergebnisse bislang nicht reproduzieren.

Der Wald heute

Hoia Baciu ist für die Öffentlichkeit zugänglich und von Wanderwegen durchzogen. Er liegt nur wenige Minuten von einer großen rumänischen Stadt entfernt. Die verdrehten Bäume sind sichtbar und werden ständig fotografiert. Die Lichtung bleibt kahl. Reiseveranstalter vermarkten den Ort als den am stärksten heimgesuchten Wald der Welt. Der Wald fügt sich nicht in einfache Erklärungen — aber ebenso wenig in allzu dramatische.

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