Bestiarium · Päpstliche Festung / Gefängnis der Inquisition
Castel Sant’Angelo
Die römische Festung, in der Cagliostro der Überlieferung nach als Gefangener der Inquisition starb, in der Giordano Bruno vor seiner Hinrichtung festgehalten wurde und in die Päpste durch einen geheimen Gang aus dem Vatikan flohen.
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Castel Sant’Angelo steht am rechten Ufer des Tibers in Rom, eine zylindrische Festung, die in fast zweitausend Jahren als Mausoleum, Wehrbau, Gefängnis und päpstlicher Zufluchtsort diente.
Vom Mausoleum zur Festung
Kaiser Hadrian ließ das Bauwerk um 135 n. Chr. als sein Grabmal errichten. Es bewahrte die Asche römischer Kaiser bis zur Plünderung Roms im Jahr 410. Im 6. Jahrhundert machten die Päpste daraus eine Festung. Ein überdachter Gang, der Passetto di Borgo, verbindet die Burg direkt mit dem Vatikan und ermöglichte es den Päpsten, in Sicherheit zu fliehen. Papst Clemens VII. nutzte ihn 1527, als die Truppen Karls V. Rom plünderten, und sah von den Wehrgängen der Burg aus zu, wie die Stadt brannte.
Die Kerker der Inquisition
Die unteren Kammern der Burg dienten als Zellen für Gefangene der Inquisition. Giordano Bruno war hier sechs Jahre lang inhaftiert, bevor er 1600 hingerichtet wurde. Beatrice Cenci wurde hier vor ihrer Enthauptung im Jahr 1599 eingesperrt. Alessandro Cagliostro, der selbsternannte Alchemist und Freimaurer, wurde 1789 von der Inquisition zum Tode verurteilt; das Urteil wurde später in lebenslange Haft umgewandelt. Er starb 1795 in der Festung San Leo, auch wenn die Überlieferung seinen Tod lange Zeit in Castel Sant’Angelo verortete.
Die Burg heute
Heute ist die Burg ein Museum. Die päpstlichen Gemächer in den oberen Stockwerken sind mit Fresken der Renaissance geschmückt. Die Terrasse bietet einen der schönsten Ausblicke auf Rom. Die Statue des Erzengels Michael auf der Spitze erinnert an eine Vision, die Papst Gregor der Große im Jahr 590 n. Chr. gehabt haben soll: Er sah den Engel, wie er sein Schwert in die Scheide steckte – als Zeichen für das Ende einer Pest.
