Bestiarium · Geschichteter Friedhof / Heiliger Boden
Der Alte Jüdische Friedhof, Prag
Der Prager Friedhof, auf dem über vier Jahrhunderte hinweg zwölf Grabschichten übereinandergelegt wurden, weil die jüdische Gemeinde sich über ihre Mauern hinaus nicht ausdehnen durfte. Hier ist Rabbi Löw, der Schöpfer des Golem, begraben.
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Der Alte Jüdische Friedhof im Prager Stadtteil Josefov war über mehr als drei Jahrhunderte hinweg der einzige Begräbnisplatz, der der jüdischen Gemeinde zur Verfügung stand. Der Friedhof umfasst ungefähr einen Hektar. Weil das jüdische Religionsgesetz die Störung von Gräbern verbietet und der Gemeinde keine Erweiterung über die Mauern des Ghettos hinaus erlaubt war, wurden die Toten in Schichten bestattet.
Zwölf Schichten tief
Zwischen 1439 und 1787 wurden hier schätzungsweise 100.000 Menschen begraben. Das Erdreich wurde Schicht um Schicht angehoben, bis manche Bereiche eine Tiefe von zwölf Bestattungslagen erreichten. Etwa 12.000 Grabsteine sind an der Oberfläche noch sichtbar, viele davon schräg geneigt, weil sich der Boden unter ihnen verschoben hat. Der älteste lesbare Grabstein gehört Avigdor Kara, einem Dichter, der das Osterpogrom von 1389 überlebte.
Rabbi Löw
Das meistbesuchte Grab gehört Rabbi Judah Löw ben Bezalel, bekannt als der Maharal von Prag, der 1609 im Alter von ungefähr siebenundneunzig Jahren starb. Der Legende nach erschuf Rabbi Löw den Golem aus Lehm vom Ufer der Moldau und belebte ihn mit einem Schem, einer Tafel, auf der einer der Namen Gottes geschrieben stand. Der Golem schützte das Ghetto vor antijüdischer Gewalt. Als er unkontrollierbar wurde, setzte Löw ihn außer Kraft und brachte ihn auf den Dachboden der Altneusynagoge, wo er der Überlieferung nach bis heute ruht.
Der Friedhof heute
1787 wurde der Friedhof für neue Bestattungen geschlossen, als Kaiser Joseph II. Beerdigungen innerhalb der Stadtgrenzen verbot. Besucher legen nach jüdischem Brauch kleine Steine auf Rabbi Löws Grab und hinterlassen Zettel mit aufgeschriebenen Wünschen.
